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| „Das Muttermal“ von Beat Sterchi Neuinszenierung Premiere: 13. Juni 2007 Szene 31, Antonius-Kolleg Neunkirchen Inszenierung: Inka Neubert, Ausstattung: Alireza Varzandeh Mit: Karin Punitzer (Klara) und Jo Schmitt (Klotz) Zum Stück In der Dachwohnung einer norddeutschen Grossstadt (bzw. Großstadt) leben Klara, eine junge Deutsche und Klotz, ein noch nicht alter Schweizer, in mancher Hinsicht auf engem Raum. Immer wieder ob sie nun über die ideale Stadt New York, über Heiratspläne, Krampfadern, den Schwangerschaftstest, die Schauspielschul-aufnahmeprüfung oder über Sex reden früher oder später schnappt die Sprachfalle zu und stellt sich dem gegenseitigen Verständnis in den Weg. Das leidenschaftlich aufgekratzte Muttermal wird dabei zum blutenden Mahnmal binnengermanischer Beziehungsprobleme. Zum Glück gibt es den Zug nach Zürich und damit die Sehnsucht... Zum Autor Beat Sterchi, geboren 1949 in Bern, lebt nach Aufenthalten in Kanada, Honduras und Spanien seit einigen Jahren wieder in seiner Heimatstadt, wo er als freier Autor und Lehrbeauftragter für Schreibwerkstätten arbeitet. Er schreibt Kurzprosa, Kolumnen, Reportagen, Hörspiele, Buch- und Theaterkritiken. Bisher sind mehrere Bücher erschienen: "Blösch", Roman, diogenes 1983, "Going to Santiago", WoZ im Rotpunktverlag 1995, "Auch Sonntags was kleines", Rot-punktverlag, 1999 u.a. Seine Theaterstücke sind meist in enger Zusammenarbeit mit dem Berner Ensemble entstanden und wurden dort auch uraufgeführt. Pressestimmen zur Neuinszenierung Ein junges Paar steht im Mittelpunkt des Stücks „Das Muttermal“, das der Schweizer Autor Beat Sterchi 1998 schrieb. Nicht auf der Bühne, sondern mitten zwischen den Zuschauern lieferten sich Clara (Karin Punitzer) und ihr Schweizer Freund Klotz (Jo Schmitt) einen wort- und bewegungsgewaltigen Beziehungskrieg. Da wurde genörgelt, gealbert, gebrüllt und provoziert, und daneben gibt es genauso Momente großer Traurigkeit und Einsamkeit. Wie entfesselt spielten sich Punitzer und Schmitt in die Charaktere hinein. Harmonie findet dieses Paar nicht und kann trotzdem nicht voneinander lassen. Weil es bei aller Übertreibung vieles gebe, in dem sich das Publikum wieder finden könne, habe sie das Stück 2003 ausgewählt und in Köln uraufgeführt, sagte Inka Neubert. Sie und ihre brillant agierenden Darsteller erhielten großen Beifall. Petra Römer, Rhein-Sieg-Anzeiger ********************************* Das Muttermal (Uraufführung) Von Beat Sterchi Eine Produktion des INTEATA im Theater Tiefrot Premiere: 22. Mai 2003 Regie: InkaNeubert, Bühne: Sandra Kruse, Licht und Kostüme: Alireza Varzandeh Besetzung: Evelyn Tzortzakis und Hanno Dinger Zum Stück In der Dachwohnung einer norddeutschen Grossstadt (bzw. Großstadt) leben Klara, eine junge Deutsche und Klotz, ein noch nicht alter Schweizer, in mancher Hinsicht auf engem Raum. Immer wieder ob sie nun über die ideale Stadt New York, über Heiratspläne, Krampfadern, den Schwangerschaftstest, die Schauspielschul-aufnahmeprüfung oder über Sex reden früher oder später schnappt die Sprachfalle zu und stellt sich dem gegenseitigen Verständnis in den Weg. Das leidenschaftlich aufgekratzte Muttermal wird dabei zum blutenden Mahnmal binnengermanischer Beziehungsprobleme. Zum Glück gibt es den Zug nach Zürich und damit die Sehnsucht... Zum Autor Beat Sterchi, geboren 1949 in Bern, lebt nach Aufenthalten in Kanada, Honduras und Spanien seit einigen Jahren wieder in seiner Heimatstadt, wo er als freier Autor und Lehrbeauftragter für Schreibwerkstätten arbeitet. Er schreibt Kurzprosa, Kolumnen, Reportagen, Hörspiele, Buch- und Theaterkritiken. Bisher sind mehrere Bücher erschienen: "Blösch", Roman, diogenes 1983, "Going to Santiago", WoZ im Rotpunktverlag 1995, "Auch Sonntags was kleines", Rot-punktverlag, 1999 u.a. Seine Theaterstücke sind meist in enger Zusammenarbeit mit dem Berner Ensemble entstanden und wurden dort auch uraufgeführt. "Das Muttermal" entstand 1997 als Auftragswerk, die Inszenierung durch das INTEATA ist die Uraufführung. Pressestimmen Noch vor dem Frühstück entbrennt der Kampf zwischen Klara und Klotz. Der Spaltpilz hat sich in der Beziehung breit gemacht, so dass ein „binnengermanisches Liebesdrama“ seinen Verlauf nimmt. Denn sie ist Deutsche und er Schweizer, man kann nicht miteinander und nicht ohne einander. Wobei Klaras Schmähungen des Schweizer Lebensstils so trefflich gemein formuliert sind, dass Klotz kaum noch eine Chance besitzt, während das Publikum eh von einem Lachsturm in den nächsten schlingert. (...) Sterchis Tableau besitzt psychologische Dynamik, denn zwischen Klara und Klotz vollzieht sich ein vitaler Rhythmus von Anziehung und Abstoßung. Die Waffenarsenale der Sprache werden dabei abwechselnd gegen sich selbst oder den anderen gerichtet. Das Ergebnis ist eine sprachlich brillante Beziehungskomödie, die Inka Neubert mit listiger Zurückhaltung inszeniert Thomas Linden, Kölnische Rundschau In Beat Sterchis „Das Muttermal“ liegt unter einer Schicht von zartbitterem Märchenidyll, mit dem die Figuren sich anfangs einhüllen, ein ganzer nachtschwarzer See von Gift – tief genug, um ein Liebespaar wie Klara und Klotz darin zu ertränken. (...) Wer Inka Neuberts letzte Inszenierung eines Sterchi-Stücks gesehen hat – „das Matterhorn ist schön“ – und nun eine Art Fortsetzung dieses heiter belanglosen Sprachzirkus‘ erwartet, den wird die Uraufführung von „Das Muttermal“ überraschen. An die Stelle jener zur Kunstform stilisierten Monotonie tritt hier eine berstende Vielfalt der Sprechhaltungen, die so rasch einander abwechseln, dass sie zu flirren scheinen. Dabei zwingt Neubert nichts, sondern läßt alles in einem natürlichen Fluß von Rede und Gegenrede. Diese inszenierte Spontaneität gelingt ihr und ihren Darstellern – auf einer von Sandra Kruse mit Papierblumen umflorten Bühne – mit Leichtigkeit: Hanno Dinger entwickelt als Klotz eine zurückhaltende lauernde Präsenz, die in idealer Balance steht zu den Attacken der Diva Klara. Wie Evelyn Tzortzakis sich steigert vom schläfrigen Dornröschen zur rasenden Furie: hochnotkomisch und unterhaltsam. Oliver Cech, Kölner-Stadt-Anzeiger |

