![]() |
![]() |
![]() |
|||||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||||||
![]() |
|
![]() |
|||||||||||||||||||
« Startseite |
|||||||||||||||||||||
| "Geschichten erzählen, Geschichten machen, die Erzählung der Liebe, ihre Erinnerung, der Liebe selbst vorziehen?" (Jean-Luc Lagarce) Liebesgeschichte (letzte Kapitel) von Jean-Luc Lagarce Deutsch von Uli Menke. Eingeladen zu "Theaterzwang 2002" Aufführungsrechte beim Verlag Felix Bloch Erben. INTEATA im Kölner Filmhaus Premiere: 17. Oktober 2001 Inszenierung: Inka Neubert Raum & Fotos:Bernd Arnold, Kostüme: Daniela Decker, Musik: Frank Schulte Dramaturgie:Sandra Nuy, Licht: Martin Leetz / Christoph Burger Mit: Stefanie Mühle (Die Frau), Christian Bergmann (Der Erste Mann), Hanno Dinger (Der Zweite Mann) Das Stück Zwei Männer, eine Frau und ein Wiedersehen. "Liebesgeschichte" ist die Geschichte von drei Menschen, die sich gegenseitig die Geschichten ihrer Liebe und ihrer Trennung erzählen. Es überlagern sich Erinnerungen an Erlebtes und Erfundenes. Die "Liebesgeschichte" wird zum Buch, zum Märchen, zum Stück. Bisweilen könnte man glauben, die Figuren feilten noch an ihren Gedanken, während sie bereits sprechen. Bilder aus der Vergangenheit werden heraufbeschworen, korrigiert und flieþen wieder auseinander. Nichts ist wirklich haltbar, alles ist immer wieder anders. Der Autor Jean-Luc Lagarce wurde 1957 in der Region Haute-SaÙne in Frankreich geboren. Er studierte Philosophie und arbeitete als Regisseur und Autor für eine eigene Theatergruppe: "ThÈ’tre de la Roulotte". Mit seinem Ensemble gründete er den Verlag "Les Solitaires Intempestifs", um andere junge Autoren zu fördern. Der Name ist Handkes "über den Dörfern" entlehnt: "Spielt also nicht zur Unzeit die einsamen Menschen ...". 1991 inszenierte er mit seiner Compagnie die Uraufführung von "Histoire d'Amour (derniers chapitres)" im Espace Planoise in BesanÁon. Lagarce starb 1995 im Alter von 38 Jahren an Aids. Am Vorabend seines Todes probte er "Lulu". Pressestimmen Sie sind aus dem Buch herausgetreten, treffen sich nun nach Jahren wieder. Statt ihre Geschichte zu spielen, beschreiben sie mit lückenhafter Erinnerung, wie sie beschrieben werden. Ein „Meta-Stück“ also ist diese Liebesgeschichte, ein Stück über das Suchen nach dem treffenden Wort und über die Entstehung einer viele Jahre zurückliegenden Gegenwart durch das Schreiben. Es ist ein intellektuell herausforderndes, abstraktes Stück – und diese niveauvolle Kühle bewahrt auch Regisseurin Inka Neubert vom INTEATA. Sie liefert keine Erklärungen und lässt diesen um die Unmöglichkeit der Liebe Trauernden ihr Geheimnis. Resigniert sind diese letzten Kapitel einer Liebesgeschichte in der dezenten und klugen Inszenierung des INTEATAs. Nicole Strecker, Kölnische Rundschau Während die drei Personen in choreografisch ausbalancierten Konstellationen den gesamten Raum in ihr wortreiches Spiel einbeziehen, bilden die von Bernd Arnold entworfenen Projektionen eine faszinierende optische Ergänzung. Beinahe unmerklich mutiert ein lindgrüner Blätterwald zu einem dynamischen Strudel, als hätte ein Magnet die Blätter zu kreisenden Partikeln vereint. Und wenn im zweiten Teil die Bilder einer Wand auf der Wand erscheinen, werden diese vollends zum Symbol für die Vergeblichkeit menschlicher Kommunikation. Marianne Kolarik, Kölner Stadt-Anzeiger |

