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| Ein unmöglicher Theaterabend: „Innenleben“ (Deutschsprachige Erstaufführung) von Marek Koterski Regie: Inka Neubert, Ausstattung: Alireza Varzandeh, Musik: Marek Goldowski Schauspiel: Evelyn Tzortzakis, Sabine Barth, Anja Jazeschann, Ingo Heise, Joachim Schmitt Tanz: Susanne Beschorner, Nele Beensen, Denise Albert Premiere: 22. März 2005 20.00 Uhr Zum Stück: ICH lebt mit seiner Frau einen desillusionierten Ehealltag und verliert sich in Tagträume mit seiner überaus hübschen und reizenden Nachbarin. In der Realität hat er jedoch ständig Ärger mit den Nachbarn, den umgebenden Hundebesitzern mit ihren „VERDAMMTEN HUNDEN“, so wie nachbarlichen Aufzugs- und Müllschluckerbenutzern, den zu Besuch erscheinenden Schwiegereltern oder einem jugendlichen Schlägertrupp. Aber auch diese Situationen entwickeln ein reges Eigenleben. Es ergibt sich ein Kaleidoskop von fantasierten und erlebten Alltagssituationen, ein lebhaftes Durcheinander von verrückten Szenen in einer durch ihre Alltäglichkeit und stupende Banalität schon genügend verrückt erscheinenden Realität. Zum Autor: Der polnische Autor Marek Koterski wurde 1942 in Krakau geboren. Er studierte Polonistik und Kunstgeschichte. 1967 bis 1972 studierte er Regie an der Filmschule in Lodz. Er ist Regisseur und schreibt Drehbücher, Theaterstücke und Essays und drehte mehrere Filme, darunter „Irrenhaus“ (1984) und „Innenleben“ (1986). Für die Verfilmung von „Innenleben“ wurde er mit dem polnischen Filmpreis für die beste Regie ausgezeichnet (Danziger Silberlöwe). Zudem erhielt er den polnischen Fernsehpreis für „Wie ein Irrer seinen Tag verbringt“. Die Uraufführung von „Innenleben“ inszenierte er selbst 1987 in Warschau im Teatr Wspótczesny. Pressestimmen: Das Stück "Innenleben" des polnischen Autors Marek Koterski, siedelt genau auf der Grenze: Zwischen innerem Traum und äußerem Trauma. Die Grenze ist durchlässig: Nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Zuschauerraum. Denn wenn ein Stück geschlagene drei Stunden dauert, bleibt die Tür zum Foyer eben offen, ist Pausieren nach eigenem Gusto ausdrücklich erwünscht. In der riesigen Halle am Melatengürtel inszeniert Inka Neubert das Leben eines Spießers. Die Gleichförmigkeit seiner Tage. Sein dumpfes Dasein in der Trabantenstadt(...). Aber wir lernen auch seine Wunschträume kennen, in denen es Blondinen gibt und die Möglichkeit, der Monotonie zu entkommen. Spieltechnisch verwandeln Inka Neubert und ihre SchauspielerInnen die Vorlage trotz aller Länge in einen spannenden Abend. Der immense Bühnenraum wird zum Rahmen für Simultanbilder aus Sprach- und Körpertheater: Permanent begleiten drei Tänzerinnen elfenartig die Handlung - kommentierend oder konterkarierend, in einfallsreichen Choreografien. Holger Möhlmann, taz Köln vom 21.4.2005 Der Pole Marek Koterski zeigt in seinem Stück „Innenleben“ die Fragmente der Wirklichkeit eines Ehepaares, das in einer stumpfsinnigen Vorstadtsiedlung lebt. Die Inszenierung von Inka Neubert löst die Tristesse der Protagonisten aber gleich mit dem ersten Bild in eine Komödienstimmung auf. (...) Die Nähe zum absurden Theater bleibt immer spürbar in dieser deutschsprachigen Erstaufführung des INTEATA. (...) Eine schön gespielte und originell inszenierte Perle komischen Theaters. Thomas Linden, Kölnische Rundschau vom 24.03.05 |

